| Geschichte: |
Die 1999 gegründete jetBlue Airways war die erste Airline, die sich als Quality-Billigflieger bezeichnete. Statt mit abgewirtschafteten Gebrauchtflugzeugen anzufangen, erntete sie mit einer Großbestellung über Airbus A320-200 ein enormes Medieninteresse. Im Gegensatz zu vielen anderen Billigfliegern, bietet jetBlue ihren Passagieren an Bord so manche Annehmlichkeit wie Ledersessel, Satellitenfernsehen an jedem Sitzplatz und auch etwas mehr Beinfreiheit. Auch gibt es statt Erdnüssen und labbriger Sandwiches bei jetBlue Blaubeer-Muffins, blaue Tortilla-Chips und M&Ms - natürlich nur blaue.
David Neeleman, der Gründer der Airline, verdiente sich seine ersten Lorbeeren bei Morris Air, die nach 11 Jahren an Southwest Airlines verkauft wurde. Später half er beim Aufbau der kanadischen WestJet. Als er sie Ende der 1990er Jahre verließ, war es für einen Altersruhesitz noch zu früh - Neeleman wollte es nochmal wissen und wählte die US-Ostküste als Location für eine neue Airline aus. "The Big Apple" hatte seit dem Verschwinden der People Express und der New York Air keinen eigenen Home-Carrier mehr. Und ausgerechnet der John. F. Kennedy Airport sollte Sitz seiner neuen Fluggesellschaft werden. Mit seinen Plänen wurden Neeleman bei einigen einflussreichen und finanziell gut ausgestatteten Herren vorstellig und konnte so 130 Mio. US$ Gründungskapital auftreiben - die höchste Summe, die ein Newcomer je zur Verfügung hatte!
Als Flugzeugtyp wählte Neeleman den Airbus A320 und orderte im April 1999 25 Maschinen fest und zeichnete Optionen und Vorkaufsrechte auf 50 weitere Maschinen. Keine andere Airline ging mit so vielen Flugzeugen jemals an den Start. Mit einem Schlag war die auf den Namen jetBlue Airways getaufte New Yorker Airline in aller Munde.
Die Betriebsaufnahme erfolgte am 11. Januar 2000 auf der Route New York - Fort Lauderdale. Mit jedem neu eingetroffenen Airbus wurden umgehend weitere Routen eröffnet und noch vor Jahresende konnte jetBlue den einmillionsten Passagier befördern. Da der Erfolg so durchschlagend war, gab die Airline 48 weitere A320 in Auftrag und ging zur Finanzierung der weiteren Expansion 2002 an die Börse.
Kurz nach dem dritten Geburtstag der jetBlue sorgte Neeleman wieder für Erstaunen, als er nicht nur weitere Airbusse orderte, sondern auch 100 Maschinen des brasilianischen Typs Embraer 190. Normalerweise setzen Billigflieger nur einen einzigen Flugzeugtyp ein, um Kosten bei der Ausbildung und Ersatzteilhaltung zu minimieren. JetBlue will mit den kleineren E-190 in Märkte vordringen, für die der A320 zu groß ist. Allein ab New York sollen so 50 neue Verbindungen möglich sein.
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