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Streckennetz: |
dichtes Inlandsnetz mit 41 Zielen
Buenos Aires, Santiago de Chile, Miami, New York, Paris, London.
TAM Mercosur: Asuncion, Ciudad del Este (Paraguay), Punta del Este, Montevideo (Uruguay), Santa Cruz de la Sierra, Cochabamba (Bolivien). |
| Geschichte: |
Mit einer kleinen, einmotorigen Cessna startete am 7. Februar 1961 die Taxi Aéro Marilia (TAM), die Passagiere im Dreieck Paraná, Sao Paulo und Mato Grosso transportierte. Das Lufttaxiunternehmen wurde schon bald an den Farmer und Zuckerbaron Ometto verkauft und beförderte anschließend hauptsächlich Fracht. Der junge Pilot Rolim Adolfo Amaro, der 1963 zur TAM gestoßen war, kehrte der Airline nun den Rücken und gründete mit seinem Bruder ein eigenes Unternehmen: Araguaia Táxi Aéreo (ATA).
TAM geriet 1971 in finanzielle Schwierigkeiten und Rolim stieg dort als Partner ein. Schon zuvor hatte Ometto gern auf die Dienste der ATA zurückgegriffen, wenn er im Gebiet von Araguaia zu tun hatte. TAM erhielt 1972 zehn Cessna 402 als neue Grundausstattung. Mit ihnen nahm man neue Dienste von Sao Paulo nach Blumenau und von Rio de Janeiro nach Sao Paulo auf. Für VIP-Aufgaben wurden Learjets angeschafft.
In den 1970er Jahren wurde Brasilien in fünf Teile untergliedert und je einer Airline Exklusivrechte samt Subventionen gewährt. TAM erhielt den Bundesstaat Sao Paulo, den Norden Paranás und die Região Centro-Oeste. VASP wurde der kleinen TAM als "großer Bruder" zugeteilt, der technische und administrative Hilfe geben sollte. VASP und TAM gründeten im Mai 1976 die Transportes Aéreos Regionais (TAM), die mit sechs ehemaligen VASP EMB-110 "Bandeirante" ausgestattet wurde.
Höhenflug
Anfang der 1980er Jahre stießen zehn gebrauchte Fokker 27 zur Flotte. In Kooperation mit Cessna wurde 1982 die TAM Jatos Executivos gegründet, die die Citation-Businessjets vermarktete.
1986 setzte eine vorsichtige Liberalisierung im Luftverkehr ein. Rolim erhielt nun die lang erhoffte Genehmigung für Nonstopdienste zwischen den Großstädten, wobei er dafür die Downtown-Airports nutze. Im gleichen Jahr übernahm man die Dienste der VOTEC (Vôos Técnicos e Executivos) die zur Viação Brasil Central umgebaut wurde. Mehrjährige Lobbyarbeit zahlte sich 1989 aus, als man mit dem "Super Ponte TAM"-ebenfalls in den Markt zwischen Rio und Sao Paulo einstieg.
Die ersten Jets
Am 2. Oktober 1990 trafen mit zwei Fokker 100 die ersten beiden Jets der TAM ein. Mit den in den Folgejahren eintreffenden Schwestermaschinen wollte TAM nun 60 % des Inlandmarktes erobern. Der Zenit war dann bei 53 Fokker 100 erreicht. In den nächsten Jahren erflog TAM permanent Schwarze Zahlen und brachte jeden Monat 50 Mio. US$ Überschuss heim. Sie war die profitabelste Airline der Welt.
Der nächste Schritt führte ins Ausland. Rolim gründete 1994 in Paraguay die Aerolíneas Paraguayas (ARPA), die von Brasil Central Cessna Caravans mietete. Als der Staatscarrier LAPSA (Líneas Aéreas Paraguayas) die Flügel streckte, kaufte Rolim im September 1996 80 % der Anteile auf, aus denen die Transportes Aéreos del Mercosur (TAM) hervorging.
Zusammen mit LAN Chile und TACA trat Rolim an Airbus heran, um bei einer gemeinsamen bestellung gute Konditionen aushandeln zu können. Neben 59 Maschinen der A320-Familie, die künftig die F.100 ersetzten, erwarb TAM auch fünf A330 für Langstrecken.
Miami war TAMs erstes internationales Ziel, das am 10. Dezember 1998 mit A330 angeflogen wurde. Es folgten Paris (1999), Buenos Aires, Montevideo, Zürich und Frankfurt (2001). Im Juli 1999 trafen die ersten sechs A319 ein, die umgehend auf dem Ponte Aerea-Shuttle flogen.
Zum Jahresende 2000 wurden die beiden Firmen TAM Transportes Aéreos Regionais und TAM Transportes Aéreos Meridionais zur TAM Linhas Aéreas zusammengelegt. TAM war nun vor Varig die führende Airline Brasiliens.
Schicksalsschläge
Das neue Jahrtausend begann nicht gut für TAM. Erst verunglückte am 8. Juli 2001 der Chef und Firmengründer Rolim Adolfo Amaro während eines Hubschrauberfluges und dann rissen die Anschläge vom 11. September 2001 die Airlines weltweit in eine Krise. Bis auf Miami, Paris und Buenos Aires wurden alle internationalen Ziele gestrichen. Schlimmer erwischt hatte es den Flag-Carrier Varig. Die Regierung drängte beide Airlines zu einer Fusion, die am 3. Februar 2003 bekannt gegeben wurde. Doch als sich der brasilianische Luftverkehr erholte, gingen beide wieder getrennte Wege.
Mehrmals orderte TAM mehrere Maschinen der A320-Familie nach, um auch die letzten F.100 außer Dienst stellen zu können. Auf dem Aerosalon in Paris 2005 wählte TAM den A350 als Nachfolger des A330 aus und bestellte 8 Maschinen plus sieben Optionen auf weitere Maschinen.
Mit der 2002 gegründeten GOL Airlines ist TAM aber inzwischen ein ernst zu nehmender Konkurrent im Inland erwachsen, der nicht nur 20 % des Marktes bereits kontrolliert, sondern auch internationale Ambitionen bis nach Mexiko und in die USA verfolgt.
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