Airline Portrait für:

Portrait der Airline KLM:

KLM
Lettercode: KL / KLM
Besitzverhältnisse: Tochter der Air France-KLM-Holding
Herkunft: Niederlande
Streckennetz: 250 Ziele in Europa, Afrika, Asien, Nordamerika, Karibik, Südamerika
Geschichte: KLM – Koninklijke Luchvaart Maatschappij wurde am 7. Oktober 1919 von einem ehemaligen Fliegerleutnant gegründet. Sie ist damit die älteste, noch heute unter ihrem Gründungsnamen operierende Airline der Welt.
Die erste Route wurde im Mai 1920 aufgenommen und verband Amsterdam mit London. Der Flugzeugbauer Fokker stellte der jungen Gesellschaft eigene Maschinen zur Verfügung, so dass man schon bald auch Bremen, Hamburg und Kopenhagen ansteuerte. Mit Übernahme weiterer Flugzeuge tauchten auch Rotterdam, Brüssel, Paris und Zürich im Flugplan auf.

Da die Niederlande damals noch Kolonien in Südostasien hatten, wollte man diese mit dem Mutterland verbinden. Als die Fokker F.VII als Langstreckenflugzeug 1924 zur Verfügung stand, wurde eine Route nach Batavia, dem heutigen Djakarta, eingerichtet. Die Reise dauerte mit mehreren Zwischenlandungen gut fünf Tage. KLM setzte auf dieser Paradestrecke immer die neuesten Muster ein, so auch ab 1935 die Douglas DC-2, die ihre Fähigkeiten in einem Luftfahrtrennen bewiesen hatte.

Neubeginn nach dem Krieg
Als die Deutschen die Niederlande einnahmen, kam der Flugbetrieb zum Stillstand. KLM konnte einige Maschinen nach England retten, während man in Niederländisch-Indien einige Flugzeuge nach Australien überführte, damit sie nicht den Japanern in die Hände fielen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Heimatbasis Amsterdam in Trümmern. Für einen Neuanfang besorgte man nicht mehr benötigte Douglas C-47 und C-54 aus US-Army-Beständen. Schon Ende November 1945 lief die Batavia-Route wieder an. In Europa bediente KLM zunächst die Ziele Kopenhagen und Malmö. Im Jahr darauf flogen die Niederländer erstmals nach New York sowie über Dakar nach Rio de Janeiro. Rasch wurde mit den neuen Lockheed L-749 Constellation ein interkontinentales Netz aufgezogen mit Zielen wie Tokio, Sydney, Manila, Montreal und Johannesburg.

Eintritt in den Jet-Club
In den 1950er Jahren flogen die Propeller-Muster von Herstellern wie Douglas, Lockheed und Convair und Vickers bei KLM. Doch der Fortschritt nahm immer mehr Fahrt auf und so stand 1960 der erste Düsenjet bei KLM auf dem Vorfeld. Die Douglas DC-8-30 ging auf die New York-Route und übernahm ab Herbst 1960 auch Tokio und Sydney. Neben dem enormen Prestige- und Zeitgewinn konnte sie zudem fast doppelt soviel Passagiere wie die DC-7 befördern. Die DC-8 wurde in den folgenden Jahren mit immer mehr gestreckten Mustern zum Standardlangstreckenflugzeug der Niederländer, während zweistrahlige DC-9-15 nach und nach die Europadienste übernahmen. Für Kurzstrecken wurde die Tochter NLM cityhopper gegründet.
1971 kam der nächste Technologiesprung in Form des Jumbojets Boeing 747, der nun schon 367 Fluggäste nach Tokio über Moskau befördern konnte. Die DC-10-30 vom Hauslieferanten Douglas wurde dagegen für etwas nachfrageschwächere Langstrecken ausgewählt.

Flottenerneuerung
Zehn Jahre später stand die Ablösung der ersten KLM-Jets an. Der Airbus A310-200 ersetzte die DC-8 auf den meisten Mittelstrecken, während die Boeing 747-300 das neue Langstreckenmuster wurde – ab 1989 gesellte sich die modernisierte Version 747-400 hinzu. Die Europaflotte wurde ab Mitte der 1980er Jahre auf Boeing 737-300/-400 umgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war KLM größtenteils privatisiert worden und nutzte die Freiheit zur Übernahme der Air uk, die bald als KLM uk unterwegs war.

Allianzen
Mit der amerikanischen Northwest Airlines besteht seit 1988 eine Zusammenarbeit. 1993 beteiligte man sich sogar finanziell an Northwest und schuf die Wings-Allianz. Vier Jahre später wollte KLM ihren Anteil erhöhen, doch die Amerikaner blockierten dies und vereinbarten letztlich einen Rückkauf der KLM-Anteile bis zum Jahr 2000. Auch mit Alitalia bandelten die Niederländer Ende der 1990er Jahre an, doch die Privatisierung der Staatsairline ließ auf sich warten.
Als nach den Anschlägen vom 11.9.2001 namhafte Airlines wie Swissair und Sabena vom Markt verschwanden, verband sich KLM im September 2003 mit Air France. Beide Airlines fliegen heute unter dem Dach der Holding Air France-KLM, in der die Franzosen aber das Sagen haben. Der Beitritt zur SkyTeam-Allianz, die sich um Air France und Delta Air Lines gruppiert, war ein Jahr später nur die logische Konsequenz. Als Mitgift brachte KLM den US-Partner Northwest Airlines samt deren Partner Continental Airlines mit. Bis 2008 müssen KLM und Air France als separate Airlines von der Holding betrieben werden. Danach könnte eine endgültige Verschmelzung anstehen.
Gleichzeitig wurde die Flotte für das neue Jahrtausend fit gemacht. Die Langstrecken bedienen heute die Boeing 777, MD-11 und Airbus A330, während die Europaflotte aus der neuesten Generation der Boeing 737 besteht.

Flotte: 9 Airbus A330-200 (+ 3 bestellt)
14 Boeing 737-300
13 Boeing 737-400
13 Boeing 737-700 (bestellt)
16 Boeing 737-800 (+ 6 bestellt)
5 Boeing 737-900
22 Boeing 747-400
3 Boeing 747-400ERF (Frachter)
14 Boeing 777-200ER
1 Boeing 777-300ER (+5 bestellt)
10 McDonnell-Douglas MD-11
Webseite: http://www.klm.com
KLM

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