| Geschichte: |
Mit Gründungsdatum 6. Oktober 1923 kann die CSA auf mehr als 80 Jahre Fluggeschichte zurückblicken. Sie gehört damit zu den ältesten, noch heute existierenden europäischen Airlines. Die erste Route der Ceskoslovenske Statni Aerolinie (CSA) führte am 29. Oktober 1923 von Prag nach Bratislava. Im Juli 1930 wurde mit Prag – Zagreb die erste Auslandsroute eröffnet. Klausenburg (Cluj), Bukarest, Wien und Moskau kamen bis 1935 hinzu. 1937 zog CSA zum neuen Flughafen Prag-Ruzyne um und eröffnete Strecken nach Brüssel, Triest, Rom, London und Paris. Nach der Münchener Konferenz mußte die Tschechoslowakei die deutschen Randgebiete abtreten und verlor so fünf Inlandsflughäfen. Nach dem Einmarsch der Deutschen war auch die Lufthoheit verloren. Böhmen und Mähren wurden nun von Lufthansa bedient.
Die neue CSA
1945 wurden die CSA und die zweite Vorkriegslinie CLS zur Ceskoslovenske Aerolinie (CSA) zusammengefaßt und der der Flugbetrieb ab 1946 mit zunächst deutschen Flugzeugen wieder aufgenommen. Nachdem das Inlandsnetz wiederhergestellt war, folgten mit Zürich und Paris im März 1946 wieder erste Auslandsziele. In kurzer Folge erschienen zahlreiche Vorkriegsverbindungen wieder im CSA-Flugplan. Da die Tschechoslowakei nach dem Krieg aber im kommunistischen Einflussbereich lag, wurde das Streckennetz und die Flotte auf östliche Ziele bzw. Flugzeuge umgestellt. Als neuer Flugzeugtyp stieß 1957 die zweimotorige Ilyushin 14 zur Flotte, während noch im gleichen Jahr die Tupolev 104 das Strahlzeitalter bei CSA einläutete. Der Zweistrahler wurde u.a. nach Bombay, Kairo, London und Djakarta eingesetzt. Die viermotorige Ilyushin 18 hielt ab 1960 Einzug in die Flotte und wurde hauptsächlich innerhalb Europas sowie nach Westafrika eingesetzt. Routen nach Nordamerika waren politisch noch nicht durchsetzbar, doch Kuba war ab 1962 möglich.
Streckennetzausbau
Das Europanetz wurde in den 1960er Jahren weiter verdichtet. Doch CSA eröffnete auch Routen nach Singapur, Kuala Lumpur, Kuwait und Tripolis. Als 1968 der Prager Flughafen modernisiert wurde, konnten die Tschechen endlich größere Flugzeuge bestellen. Politisch korrekt hatte man sich für die Ilyushin 62 zu entscheiden. Sie flogen dann ab 1970 von Prag und Bratislava nach New York und Montreal.
Mit der Tupolev 134 stieß 1971 für lange Zeit der letzte neue Typ zur Flotte, denn die Tu-154M gab erst 1988 ihr Debüt. Doch schon ein Jahr später, der Ostblock lag in den letzten Zügen, vereinbarte CSA die Anmietung von zwei Airbus A310-304(ET), die 1991 übergeben wurden. Im Zuge der neuen Freiheit wurden nun alle sowjetischen Typen durch westliche Muster wie ATR42/72, Boeing 737-400/-500 ersetzt.
Czech Airlines
Im gleichen Zeitraum wurde die Airline privatisiert, wobei sich auch Air France mit 19,1 % engagierte, um einen strategischen Brückenkopf nach Osteuropa einzurichten. Doch die neue Partnerschaft war nicht erfolgreich und die Franzosen zogen sich 1994 zurück. In die Zeit fiel auch die Teilung der Tschechoslowakei in die zwei eigenständigen Staaten Tschechien und Slowakei. CSA konzentrierte sich ab 1995 als Czech Airlines auf Prag. Nach großen Verlusten folgten Restrukturierungen, die ab Ende der 1990er Jahre Wirkung zeigten. Seit 2001 ist CSA Mitglied der Skyteam-Allianz, die von Air France und KLM angeführt wird. Weitere Chancen aber auch Risikien ergaben sich, als Tschechien zum 1. Mai 2004 der EU beitrat. Bei der anstehenden Flottenmodernisierung entschied sich CSA für die A320-Familie und orderte mehrere A319/320. Bis diese alle abgeliefert sind, bedient sich CSA gemieteter A320 und A321. 2007 wird ein neuer Anlauf zur Privatisierung unternommen
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