Airline Portrait für:

Portrait der Airline British Airways:

British Airways
Lettercode: BA / BAW
Besitzverhältnisse: 100 % börsennotiert
Herkunft: Großbritannien
Streckennetz: weltweites Streckennetz mit über 220 Zielen auf fünf Kontinenten
Geschichte: Entstanden ist British Airways durch den staatlich verordneten Zusammenschluss der British Overseas Airways Corporation (BOAC) und British European Airways (BEA) samt deren Tochtergesellschaften. Die beiden Vorgängergesellschaften konnten ihre Geschichte bis zum Jahre 1919 bzw. 1946 zurückverfolgen. Zum 1. April 1972 übernahm das British Airways Board offiziell die Gesellschaftsverwaltung der BOAC und BEA. Im Januar 1973 verkündete das Board die Fusion der beiden Airlines unter dem neuen Namen British Airways, die zum September 1973 die offizielle Bezeichnung wurde. Bis die beiden Airlines aber wirklich verschmolzen waren, gingen gut 5 Jahre ins Land. Eingebracht wurden ferner Beteiligungen an Air Mauritius, Air Pacific, Cyprus Airways und Cathay Pacific.

Krise und Freischlag
Neben Air France gehörte auch British Airways zu den Betreibern des Überschallflugzeugs "Concorde", das erstmals am 1. Januar 1976 zwischen London und Bahrain flog. Es folgten Dienste nach Singapur sowie nach Washington und New York. Doch die einsetzende Ölkrise sowie Umweltgedanken brachten die Concorde in die Kritik.
Anfang der 1980er Jahre geriet BA in eine gewaltige wirtschaftliche Schieflage. Streckennetz und Personal orientierten sich noch immer am alten englischen Empire. Ein rigoroses Aufbrechen der Strukturen war nötig. Der Mitarbeiterstamm wurde um über 20.000 Personen gekürzt und unprofitable Strecken eingestellt. Die Produktivität gilt seitdem als eine der höchsten unter den Airlines. 1984 wurde zudem ein neues Erscheinungsbild eingeführt, um den Wandel nach außen hin zu dokumentieren. Nächster Schritt war die Privatisierung der Airline, deren Aktien erstmals im Februar 1987 an der Börse gehandelt wurden. Das Management war nun nur noch den Aktionären gegenüber Rechenschaft schuldig und frei von politischen Entwicklungen im Königreich. Die neue Freiheit nutzte BA im April 1988 als man den Konkurrenten British Caledonian schluckte. Das Signet des schottischen Löwens trug fortan die Charterabteilung British Airtours, die nun Caledonian hieß.

BA als Global Player
Die umfangreichen Veränderungen im neuen Europa brachten BA Anfang der 1990er Jahre mehrmals in die Schlagzeilen. So brachte man 1992 in Deutschland die Tochter Deutsche BA an den Start, da die eigenen innerdeutschen Fluglizenzen durch die Wiedervereinigung entfallen waren. Sie operierte später als dba und wurde 2002 an den Unternehmer Wöhrl verkauft. In Frankreich engagierten sich die Briten bei der Regionalairline TAT und später bei Air Liberté. Ebenfalls 1992 wurde die schwer angeschlagene britische Dan-Air übernommen. Kurz vor Jahresende stieg man dann auch noch bei der australischen Qantas ein. 1993 vereinbarte BA eine weitreichende Kooperation mit USAir, nachdem eine größere Beteiligung scheiterte. Doch die Amerikaner klagten schon bald und 1997 wurden die letzten Verbindungen gekappt.
Im Juni 1997 enthüllten die Briten wiederum ein neues Erscheinungsbild: 30 verschiedene "World Images" sollten symbolisieren, dass British Airways überal zu Hause ist. Doch das Echo war geteilt - viele trauerten dem Union Jack nach und so wurden nach wenigen Jahren die Ethno-Images gestoppt und wiederum eine neue Bemalung mit großem Union Jack eingeführt.
Inzwischen waren aus den Lowcost-Anbietern Ryanair und easyJet ernsthafte Konkurrenten geworden. Als Reaktion schickte BA 1999 die Tochter "go" ins Rennen, die wenig später vom Management übernommen und schließlich an easyJet verkauft wurde.

Allianzen und Beteiligungen
Nachdem 1997 eine Allianz mit American Airlines nicht genehmigt wurde, verständigten sich beide Airlines 1999 auf die Gründung der globalen Oneworld-Allianz, zu der u.a. auch Cathay Pacific, LAN, Iberia und Qantas gehören. An Iberia halten die Briten zudem 10 % der Anteile. Qantas-Beteiligungen wurden 2004 zurückverkauft. Ferner gibt es noch Franchise-Partner wie z.B. Bmed, die südafrikanische Comair, GB Airways aus Gibraltar, die dänische Sun-Air oder die schottische Loganair. Mehrere Regionalairlines bedienten jahrelang Nebenstrecken oder führten Zubringerflüge unter dem Namen British Airways CitiExpress durch. Als Nachfolger wurde im Februar 2006 "BA Connect" aus der Taufe gehoben, die mit Lowcost-Strukturen gegen die immer zahlreicher werdende Konkurrenz antritt.
Rund 100 bestellte Maschinen der A320-Familie werden in den nächsten Jahren sukzessive die Boeing 757 und Boeing 737 ablösen. Auf den Langstrecken kommen weiterhin Boeing 747-400, 767-300 und 777-200 zum Einsatz.

Flotte: 57 Boeing 747-400
43 Boeing 777-200
21 Boeing 767-300
13 Boeing 757-200
33 Airbus A319
27 Airbus A320
7 Airbus A321
5 Boeing 737-300
19 Boeing 737-400
9 Boeing 737-500
28 Embraer RJ-145
10 Avro RJ100
4 Bae 146
8 DHC-8-300
12 Bae Jetstream 41 - vermietet an Eastern Airways
5 Bae ATP - abgestellt
Webseite: http://www.ba.com
British Airways



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